Der Stundenaufbau in der Halle

Siehe hierzu auch
Unterrichtseinheiten

Da Rugby vielen Schülern nicht bekannt ist und es sich etwas anders spielt, als die "üblichen" Sportarten, wird nicht gleich voll in den Sport eingestiegen, sondern sich Schritt für Schritt dem Rugby angenähert.
Zuallererst kann man mit einer leicht abgewandelten Basketballvariante beginnen, jedoch mit dem Unterschied, dass es das Ziel ist, den Ball auf Matten, dem so genannten Malfeld, abzulegen, die an beiden Enden des Spielfeldes liegen.
Nach kurzer Zeit wird der Basketball durch einen Rugbyball ausgetauscht und mit gleichen Regeln weitergespielt.
Den Kindern wird auffallen, dass sich der neue Ball nicht prellen lässt. Zur Lösung dieses Problem kommt als Regel hinzu, dass mit dem Ball frei gelaufen werden darf.
Da man sich jetzt einfach denen Ball nehmen und zur gegnerischen Matte laufen könnte und der Gegner keine Möglichkeit hat einen mit dem Ball laufenden Spieler aufzuhalten, wird das "Touch" dazu genommen.
Dabei wird der Ballträger von einem gegnerischen Spieler mit beiden Händen zwischen Schulter und Hüfte berührt, also „getoucht“. Ist dies geschehen, muss der Ballträger stehen bleiben und das Rugbyei innerhalb von maximal drei Sekunden abspielen.
Je nachdem, wie flüssig das Spiel dann läuft, kommt irgendwann der größte Unterschied zu anderen Sportarten hinzu: die Rückpassregel.
Das heißt, der Ball darf nur in Richtung des eigenen Malfeldes gespielt werden. Unabsichtliche, leichte Vorbälle sollten zumindest am Anfang noch nicht geahndet werden. Nur wenn der Ball sehr weit nach vorne gepasst wurde, wird er an die andere Mannschaft übergeben.
Bis die Pflicht zurück zu passen richtig von den Schülerinnen und Schülern verstanden und umgesetzt wird, kann es, von Klasse zu Klasse unterschiedlich, einige Zeit dauern.
Bei jüngeren Jahrgängen ist es weiterhin möglich, wenn das Rückpassen beherrscht wird, mit dem so genannten Blockieren zu spielen. Dabei wird der Touch durch das Festhalten des Gegners, wiederum zwischen Hüfte und Schulter, ersetzt. Es ist nicht erlaubt einen Spieler tief zu halten oder anders zu Boden bringen. Beim Blockieren des Gegners darf dieser nur am weiterlaufen gehindert werden.
Bei dieser Variante entsteht auch schon öfters eine Art Paket, wobei das Spiel bereits sehr nah an die bekannte Rugby Union Variante herankommt.
Rugby mit Blockieren ist jedoch nicht für alle Klassen geeignet, sondern es kommt ganz darauf an, wie sich die Kinder untereinander verhalten, denn durch das Festhalten besteht bei dem harten Hallenboden ein höheres Verletzungsrisiko als draußen auf Rasen.