Sisterhood Sevens – Frauen verbinden Kontinente
Vom 18. bis 30. September 2026 reisten zwölf Rugbyspielerinnen aus Niedersachsen mit Trainer, Physio und Betreuer im Rahmen der Kooperation zwischen dem LandesSportBund Niedersachsen und der Region Eastern Cape nach Eastern Cape Südafrika. Ziel des Austauschs war es, sportliche Erfahrungen zu sammeln, interkulturelle Begegnungen zu ermöglichen und die internationale Vernetzung im Frauenrugby zu stärken.
Bereits kurz nach der Ankunft in Gqeberha tauchte die Gruppe in die südafrikanische Sportkultur ein und besuchte das regionale Finale der Universitätsmannschaften an der Nelson Mandela University. Gesang, Tanz und die offene Atmosphäre begeisterten die Athletinnen. Neben gemeinsamen Trainingseinheiten und Teambuilding standen auch der Besuch einer Township, des sportwissenschaftlichen Zentrums der Universität und des Addo Elephant Parks auf dem Programm. So erhielten die Spielerinnen vielfältige Einblicke in die Kultur, Lebensrealitäten und Natur Südafrikas. Auch die gemeinsamen Teamabende kamen nicht zu kurz: Mit kreativen Aktivitäten, kleinen Gruppenspielen und selbst gestalteten Perlenketten wurde der Zusammenhalt gestärkt und Raum für gemeinsame Erinnerungen geschaffen.
Unser Team in Südafrika 2026, obere Reihe v. links: Sven Maibaum, Hille-Hendriekje Janssen, Antje Wucherpfennig, Shannon Kaufmann, Marit Halberkamp, Lilly Carlotta Krömer, Jordan Laureen Stühl, Jan Piosik und Vivien Saul. Untere Reihe von rechts: Lotte Marquardt, Maja Sofie Berken, Henriette Fuhrmeister, Emilie Yuna, Klara Neubüser und Fenja Albayrak. Foto: Kira Wolter).
Sportlich warteten zwei Turniere auf die Mannschaft. Beim ersten Sevens-Turnier mit Teams aus Eastern Province erreichten die Niedersächsinnen den ersten Platz. Anschließend reiste die Gruppe nach KuGompo City, wo ein weiteres Highlight wartete: das Training mit den Border Coaches, darunter eine Trainerin der südafrikanischen U18-Nationalmannschaft. Neben dem sportlichen Austausch blieb auch Zeit für gemeinsame Aktivitäten am Strand und Begegnungen außerhalb des Rugbyplatzes.
Die nächste Station war Hogsback. Bei einer Wanderung erkundete die Gruppe die beeindruckende Landschaft mit ihren Wasserfällen. Beim zweiten Turnier an der University of Fort Hare belegte das Team den zweiten Platz. Besonders in Erinnerung blieb dabei nicht nur der sportliche Wettbewerb, sondern vor allem der intensive Austausch mit den Mannschaften vor Ort. Die Begegnungen waren von einer ausgesprochen herzlichen und harmonischen Atmosphäre geprägt. Gemeinsam wurde getanzt, gesungen, gelacht und sich über kulturelle und sportliche Erfahrungen ausgetauscht. Die Offenheit und gegenseitige Unterstützung machten deutlich, wie sehr Rugby Menschen über kulturelle Grenzen hinweg verbinden kann.
Auf dem Rückweg nach KuGompo City besuchte die Gruppe die Finalspiele eines Schulturniers im Moko Sports Complex und erhielt weitere Einblicke in den südafrikanischen Nachwuchsrugby. Kapitänin Marit wurde zudem zu den Themen Frauen im Rugbysport und geschlechtsspezifische Gewalt interviewt. Damit setzte der Austausch auch ein Zeichen für Gleichberechtigung und die Stärkung von Frauen im Sport. Als konkretes Zeichen der Solidarität kaufte die Gruppe Sport-BHs für die südafrikanischen Mannschaften und übergab diese vor der Abreise.
Neben den sportlichen Erfolgen waren es vor allem die persönlichen Begegnungen, die Gastfreundschaft und die gemeinsam erlebten Momente, die den Austausch prägten. Die Reise ermöglichte neue Perspektiven, stärkte den Teamzusammenhalt und schuf wertvolle internationale Kontakte. Mit vielen positiven Erinnerungen im Gepäck freuen sich die Athletinnen bereits auf den geplanten Gegenbesuch der südafrikanischen Spielerinnen in Niedersachsen im Jahr 2027. Ziel ist es, die entstandenen Freundschaften und die Partnerschaft zwischen beiden Regionen langfristig weiterzuentwickeln.
Ein herzliches Dankeschön gilt unseren Sponsoren und Unterstützern, die diese Reise möglich gemacht haben! Vielen Dank an LEINEPARTNERS Rechtsanwälte PartGmbB für das Sponsoring unserer schwarzen Trikots, an den LSB Niedersachsen, der die Reise überhaupt erst ermöglicht hat, sowie an die Sanitär- und Heizungs-Fachhandel Gerhard Küster GmbH für unsere Tourshirts und die großzügige Unterstützung.
Text: Kira Wolter




